Sonntag, 13.9.2015
Luft 40°
Wasser 29°
Noras mit Lucy
Die Passagiere der Noras müssen wohl auf dem Weg zu den Inseln, geschaukelt von den Wellen, alle eingeschlafen sein. Denn plötzlich fanden wir uns in einer anderen Welt wieder, einer Traumwelt namens Shaab Dorfa. Diese magische Welt war so anders als unsere Erdenwelt, dass sie bestimmt einer anderen Zeit, ja einem anderen Zeitkontinuum entstammte. Und dass es ein Traum war und wir schliefen wurde uns klar als wir feststellten, dass wir unter Wasser waren und trotz unserer Erdennatur mühelos atmen konnten.
Um uns herum erstreckte sich ein unendlich weites helles Plateau. Überall schwebten zauberhafte Wesen herum und auch wir spürten die Fesseln der Schwerkraft nicht und schwebten, ja flogen dahin. Plötzlich blitzte etwas Silbriges über unseren Köpfen – ein längliches gestreiftes Wesen mit einer langen Schnauze schaute uns an. Gleich dahinter schimmerten zwei große Silberkörper, schossen durchs Wasser und teilten einen blauen Schwarm. Wir glitten friedlich weiter, unter uns bizarre farbige Gebilden, Blumen und Bäumen gleich, umgeben von einem Perlenvorhang zauberhafter Farben. Auf einmal kamen weitere traumhafte Wesen auf uns zu. Das eine dunkel und rund, wie ein gigantischer schwarzer Pizzateig, der sich wellenartig fortbewegte. Hinter ihm zwei magische Tiere, Adlern gleich, die so anmutig und elegant durchs Wasser flogen, dass es uns den Atem verschlag. Überraschend änderte sich die Szenerie – an einem riesigen Steinblock zischten alle Arten regenbogenfarbener kleiner Tierchen, manche in Schulen, andere vereinzelt, sie drängten sich zwischen den bunten blumenartigen Gewächsen, als würden sie zu einem schimmernden Pudding zusammengemischt werden. Durch einen Kanal flutschten wir weiter und fanden noch so ein Traumwesen – es kauerte bewegungslos auf dem Boden, einem Stein ähnlich, und als es sich in Bewegung setzte, kamen seine Schmefterlingsflügel zum Vorschein. Was für ein skurriler und gleichzeitig friedlicher und wunderbarer Traum!
Aufgewacht sind wir bei Erg Sabina. Gnadenlose Strömung kam uns entgegen. Runter zum Grund und Sportlichkeit war gefragt. Kräftig gepaddelt zum Korallengarten, da war es entspannter. Viele Lippfische und Barsche huschten herum, ein Okotpus spielte unsichtbar. Bei fantastischer Sicht erkannten wir gleich den kleinen Nordblock, an dem sich wieder die halbe Unterwasserwelt versammelt hatte. Inmitten der strahlenden Korallen versteckten sich bunte Winzlinge aller Arten. Und dann, hinter dem Block, etwas Atemberaubendes – sieben Adlerrochen in Formation. Plötzlich stand alles still. Mitten im unendlichen Blau glitten sie harmonisch dahin, als wären sie magisch miteinander verbunden. Alles verschmolz in Zeitlosigkeit. Zurück zum Boot tauchten wir wie im Trance. Da erwartete uns noch ein ganz junger Red Sea Walkman – einem kleinen Stein ähnlich, mit bunten Schmetterlingsflügeln. Wars doch wieder nur ein Traum gewesen?!
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Varduz mit Karen und Mo
Die Varduz fuhr heute mit unseren Neuankömmlinge nach Shaab Samir. Nachdem wir die Vorbereitungen für den Tauchgang gemacht hatten und bereit waren abzutauchen kamen sechs Delfine vorbei, die UW leider nicht mehr vorbeikamen 🙂 Dafür hatten wir einen Vogelfisch, Nemos, eine rosa Seegurke, Grossaugen Straßenkehrer, Blaupunktrochen, Kaninchenfische, Spinnenschnecke und viele viele Fahnenbarsche.
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Masria mit Farina und Tobi
Den ersten Tauchgang haben wir bei Erg Sabina gemacht. Direkt am Erg flogen zwei Adlerrochen an uns vorbei. Auch ein Steinfisch tarnte sich im Sand. Auf einem Feuerschwamm tummelten sich drei Pyjamaschnecken. Außerdem wurden eine Riesenmuräne, zwei Warzenschnecken und viele bunte Fische gesichtet. Beim zweiten Tauchgang sprangen wir an den Doppelblöcken von Shaab Dorfa und drifteten durch den Tauchplatz. Dabei begegneten uns einige Blaupunktrochen, Falterfische, ein großer Barrakuda, ein Riesenkugelfisch, ein Titandrücker, zwei Riesenmuränen und ein Drachenkopf.
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Shahin mit Nicole
Erster Tauchgang Drift an Shaab Dorfa. Wie die fleißigen Bienen schwärmten die Taucher aus auf der Suche nach noch fehlenden Hailights für den PreisePass. Und einigen wurden richtig belohnt heute, schon beim abtauchen trafen wir auf drei große Barrakudas die sich uns schon fast versuchten sich uns in den Weg zu stellen. An den Doppelblöcken wo wir unseren Tauchgang starteten wurden rotgebänderte Scherengarnelen entdeckt, Haarsterne, jagende Makrelen, angriffslustige Nemos die ihre Anemonen vor jedem eindringlich und war er noch so groß verteidigten. Wir haben uns ja fast schon ein wenig vertrödelt vor lauter entdecken und staunen und so machten wir uns nach 45min!!! an den Doppelblöcken auf den Weg zurück zum Boot, wir hatten ja noch einiges vor uns. Aufgehalten wurden wir dann aber von einem Schwarzpunktstechrochen der von einem verliebten Adlerrochen verfolgt wurde. Rochen ist Rochen dachte sich wohl der Adlerrochen. Auf dem Weg zum Boot könnten wir noch jede Menge Beilbauchfische bestaunend und am Kanal zur Lagune wartete ein riesiger Schwarm von Flötenfischen.
Nach einer entspannten Mittagspause mit traumhafter Aussicht über die Lagune von Shaab Dorfa ging es für den zweiten Tauchgang nach Erg Somaya zu einem DriftPickUp-Tauchgang. Schon beim abtauchen konnten wir feststellen…. Wir werden viel entdecken, denn die Strömung schob uns an wundervollen Korallenformationen und riesigen Füsslierschwärmen vorbei. Das Wasser flimmerte auf Grund der kalten Strömung die aus der Tiefe an die Oberfläche drückte… Eine Fatamorgana? Nein, ein riesiger Napoleon hatte es sich in einem Block gemütlich gemacht, durchtauchen unmöglich, aber da er auch neugierig war wer da so alles vor seinem Ruheplatz wartet entschloss er sich sein Versteck zu verlassen so das auch wir uns das Innere seines Wohnzimmers anschauen können. Auf dem weiteren Weg kreuzten noch 3 große Thunfische unseren Weg und ein Fledermausfisch versuchte sich vor uns hinter einer Feuerkoralle zu verstecken. Erfolglos, erneure von allem Seiten gefilmt und fotografiert. Ein kleiner Oktopus war sichtlich erstaunt über den Besuch der vielen Taucher und ein Rotfeuerfisch trieb seine Beute, uns Taucher, zusammen. Ein kleiner Napoleon verabschiedete sich von uns und dann war unser Besuch in der wundervollen Unterwasserwelt auch leider wieder vorbei. Einige Taucher mussten heute einen Aufschlag Zahlen, denn die Strömung trieb sie über Erg Somaya vorbei an HamHam bis fast zum Plateau … drei Tauchplätze in einem Tauchgang… Das kostet extra 🙂
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9 Kommentare zu "Flaschenposting im September 2015"
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