Sonntag, 15.7.2018
Luft 40°
Wasser 28°
Shahin mit Maxl


Heute wollten wir mal schauen, was morgens in Shaab Pinky so rum schwimmt. Die meisten Fische waren noch nicht ganz ausgeschlafen und es war wenig Bewegung im Riff zu erkennen. Lediglich im Blauwasser kamen uns ein paar flinke Makrelen entgegen. Hellwach dagegen waren die vielen Hellen Ruderbarsche. Sie begrüßten uns recht unfreundlich mit ihrer Morgentoilette. Igitt! Ein paar Drachenköpfe lagen ungetarnt im Sand herum und Riesenmuränen gähnten aus ihrem Versteck. „Keiner will mit mir spielen“, und schwups hatten wir einen großen Fledermausfisch an der Backe. Der freute sich richtig über unseren Besuch und begrüßte jeden einzeln.
In Fandira Dacht hielten wir Ausschau nach Haien. Schön an der Kante entlang hatten wir immer wieder Makrelen vor der Maske. Dazwischen mal ein Adlerrochen und ein Tuna, dann wieder Makrelen, Makrelen und M …. . Nur keinen Hai. Hoffentlich hat Kroatien heute Abend mehr Glück.
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Albatros mit Corinna und Gabi



Unsere Halbtagesfahrt ging heute nach Shaab Eshta West. Wir wollten den kleinen juvenilen Imperatorkaiserfisch finden. Leider hat ein Boot unsachgemäß dort angelegt und den Block total zerstört! Wir konnten noch geringelte Seenadeln dort finden. Im kleinen Korallengarten entdeckten wir einen gepunkteten Schlangenaal, eine Textilkegelschnecke, gebänderte Scherengarnelen, Boxergarnelen, freche Putzerfische und Putzergarnelen. Am Ankerseil sprangen Dutzende Säbelzahnschleimfische herum. Nach dem leckeren Mittagessen gings noch zum relaxen an die Magawishinsel. Herzlich willkommen am Roten Meer! 🙂
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Vardus mit Andi


In den Sonnenuntergang starteten wir samt einer Ladung Bier an Bord und bei Ententeichwetter nach Um Gamar. Als das Boot angelegt hatte konnte es auch endlich losgehen. Es erwartete uns ein unerwarteter Strömungstauchgang mit wechselnder Strömung da Südströmung herrschte. Doch alle meisterten die Herausforderung gut und wir erforschten das Riff bei Nacht. Der Feuerseeigel, den alle bei Tag verzweifelt suchen liegt nachts an jeder Ecke und auch Krabben und Einsiedlerkrebse aller Art sind unterwegs.
Viele Fische klemmen schlafend im Riff, zusammengerollte Kugelfische und hunderte verschiedenster Garnelen deren Augen im Schein der Lampe rot reflektieren kommen raus. Ein schlaftrunkener Schriftfeilenfisch kollidierte fast mit uns und die vielen Seesterne kommen raus zum feiern. Doch da ist ja auch noch der echte Star der Nacht: die spanische Tänzerin, die sich auf einer Sandfläche prächtig inszenierte. Nachttauchen ist einfach schön.

Nun aber nach dem vorzüglichen Abendessen ab ins Bett und beim Einschlafen den Sternenhimmel bewundern. Viel zu früh geht es wieder los. Early Morning am Carless Reef. Mystische Stimmung als wir an der Nordseite des Plateaus sprangen. Viele Riesenmuränen waren freischwimmend unterwegs, eine Gelbmaulmuräne schaute aus einem Loch und ein Perlenseestern klebte an einem Überhang. Thunas zogen vorbei und einige grosse Barrakudas waren gerade bei der Morgentoilette als wir ankamen und liessen uns ganz nah heran kommen.

Nach einem reichhaltigen Frühstück schon ziemlich müde ab nach Pinky. Dort schreckten wir gleich beim reinspringen eine Schildkröte auf die ganz hektisch davon zog. Ein Fledermausfisch irrte umher, Schnapper und Nasendoktorfische gesellten sich zu einigen Igelfischen. Eine weitere Schildkröte war ständig oberhalb von uns auf 3m unterwegs in unserer Richtung am Fressen suchen. Nun sind wir glücklich und müde und verabschieden uns zum Nachmittagsnickerchen.
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Noras mit Franzi und Mody



Auf Wunsch unserer guten Taucher haben wir unseren 1. Tauchgang am „Shaab-Rur Um Gammar“ unternommen und den 2. am „Carless Reef“. Warum hatten unsere Taucher diese Auswahl getroffen? Sie hatten erhofft auf Haie zu treffen, aber diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Wir konnten andere Unterwasser-Lebewesen beobachten: großer Barrakuda, ein Teppich Krokodilfischen, viele riesige Tunfische, Riesenmuränen, eine Schwarzschnecke und Fransen-Drachen Kopf. Nach dem 2. Tauchgang suchten wir in der Bucht einen Ankerplatz, um das köstliche Mittagsbuffet uns schmecken zu lassen. Oh Gott war das lecker!! Vielen Dank Ahmed für das leckere Essen.

Danach gönnten wir uns eine längere Pause in der Sonne, bevor wir die Heimfahrt in unsere Tauchschule antraten, wo uns ein frisches Bier erwartet. Ein schöner Tag geht leider wieder zu Ende!
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Masria mit Natialia und Esther



Gemütliches Lüftchen und Welle stimmten uns für den ersten Tauchgang auf Aquarium ein. Während Natalia ihre Supernanny-Skills zum Besten gab und sich um zwei Gastbabies kümmerte, damit die Eltern auch mal gemeinsam tauchen konnten, schnappte sich Esther den Rest der Bande. Anfangs ging der Drift zur Leine mit vielversprechender und weitläufiger Sicht los und wurde zunehmend schlechter. Das schöne bei dem Tauchplatz ist, dass die vielen Fischschwärme aus Trauerchromisen, Fahnen- und Tiger-Kardinalbarschen, Meerbarben und Soldatenfische die Korallenblöcke und Ergs immer sehr lebendig schmücken und das Betauchen des Korallengartens am Hauptriff für Canyonfeeling sorgt. Auf dem Sandplateau mit seinen verteilten Korallenblöckchen, kann es dann auch passieren, das 4 Stupsnasenpompanos, Riesenmuränen, Feuerfische oder gebänderte Scherengarnelen für Abwechslung sorgen…(oder auch mal ein Walhai, aber das ist eine andere Geschichte.
Der nächste Drift, diesmal als Pickup, sollte in Shaab Adel stattfinden. Natürlich im Visier: der Leopardenhai! In zwei Teams starteten wir unsere Erkundung. Um weitläufig das Gebiet abzuscannen padellten wir ostwärts Richtung 16-18m Kante und parallel, bis jedes Team seinen eigenen Paddel-Rythmus fand und wir uns nicht mehr im Blick hatten. Dennoch wurden beide fündig. Während die eine Gruppe bei Minute 30 den ersten Leopardenhai fand, lag dieser schlafend auf dem Boden. Trotz aller vorsichtigen Annäherungsversuche, ließ das sensible Tier nicht näheren Kontakt zu und schwamm davon. Glück für die anderen, denn vermutlich kam der selbe Leo ihnen bei Minute 45 entgegen. Er wirkte quietschfedel, nahezu spielerisch kreiste er umher mit einem Schiffshalter am Bauch und mochte uns sogar ein Lächeln zuschicken. Fantastisch, wenn ein Plan auch noch so perfekt aufgeht. Froher Dinge geht es nun zurück zur Basis, denn nachher geht es mit dem weiteren spannenden Teil des Tages weiter: WM gucken! Wir wünschen gute Unterhaltung!
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Ahoi und bis morgen!


Unsere Flaschenpost Kapitäne: Anne und Farid
Ägypten, Rotes Meer, Hurghada, Deutsche Tauchschule, Blue Water Dive Resort – Fotonachweise
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