Samstag, 5.4.2014
Die Albatros und die Basi waren heute unterwegs zum Wracktauchen. Es ging zu einem der klassischen Wrackplätze des Roten Meeres: Nach Abu Nuhas zu. Das etwa wie ein Dreieck geformte Korallenriff trägt den Namen wahrscheinlich aufgrund des dort 1869 verunglückten britischen Dampfseglers SS Carnatic, der unter anderem Kupferbarren geladen hatte. Freitauchende einheimische Beduinen waren an der Bergung dieser Fracht beteiligt, weshalb die Vermutung naheliegend ist, dass aus diesen Geschehnissen der Name des Riffs entstand. Denn übersetzt heisst Abu Nuhas soviel wie „Riff des Vaters des Kupfers“. Das etwa fünf Kilometer nördlich der Insel Shedwan gelegene Riff ragt in die stark von Schiffen befahrene Straße von Gubal hinein und ist deshalb ein gefährliches Schifffahrtshindernis. Shaab Abu Nuhas gilt für Schiffe als letzte Hürde auf dem Weg vom Sueskanal in das offene Meer. Da sich die Korallen bis kurz unter die Wasseroberfläche erstrecken, diese aber nicht durchbrechen, ist das Riff insbesondere bei unbewegter See und niedrig stehender Sonne oder Dunkelheit nur schwer zu erkennen.
Albatros mit Eva
Die Albatros mit Eva war zuerst an der Chrisoula K. und danach an der Giannis D. unterwegs.
Als erstes Wrack wurde die Chrisoula K. betaucht, durch ihre Ladung auch bekannt als das Fliesenfrachter. 1954 wurde das als “Dora Oldendorf” getaufte 98 m lange Schiff gebaut, 1970 in “Anna B.” umbenannt und 1979 erhielt es seinen letzten Namen “Chrisoula K.” Die “Chrisoula K.” transportierte italienische Bodenfliesen. Der Kapitän übernahm das Steuer in der schmalen Fahrrinne des Golf von Suez bis zum Erreichen der Strasse von Gubal. Mehr als zwei Tage verbrachte er auf dem Steuerstand der Brücke, bevor er die Kontrolle des Schiffes am 31. August 1981 übergab. Wenige Zeit später, die Maschinen mit voller Kraft voraus, rammte die Chrisoula K. die Nordostseite von Shaab Abu Nuhas. Das Schiff erlitt einen Totalschaden und sank.
Für einen weiteren Besuch wurde die Giannas D. ausgewählt. Die Giannis D. startete im April 1983 zu ihrer letzten Fahrt. Das Schiff kollidierte am 19.04.1983 mit dem Riff Abu Nuhas. Warum es zu der Havarie kam, ist nicht erwiesen. Augenzeugen berichten, dass die Giannis D. plötzlich den Kurs änderte und in voller Fahrt auf das Riff auflief. Es könnte daran gelegen haben, dass es am Tag des Unterganges windstill war und das Riff nicht gut zu erkennen war. Eine Besonderheit des Wracks ist seine Schräglage. Durchtaucht man zum Beispiel die Brücke spielt der Gleichgewichtssinn verrückt, da hilft es die Luftblasen zu beobachten die senkrecht nach oben steigen um seine Orientierung wieder zu ordnen.
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Basi mit Lucy
Lucy und ihre Gäste entschieden sich zuerst die Carnatic zu betauchen und dann die Chrisoula K.. Infos über die Chrisoula K. findet ihr in der obigen Meldung.
Die Carnatic war ein Dampfschiff, welches 1862 in London gebaut wurde. Die Carnatic fuhr die Strecke Sues–Bombay als Passagier- und Postdampfer. Am 12. September 1869 lieg das Schiff auf das Riff Abu Nuhas auf. Die Überlebenden retteten sich auf die Insel Shadwan, wo sie am nächsten Tag von dem vorbeifahrenden Passagierschiff gerettet wurden. An Bord der Carnatic befanden sich neben Baumwolle und Kupferblechplatten auch 40.000 Pfund Sterling in Gold, das entspricht etwa 1.000.000 Pfund Sterling in unserer heutigen Zeit. Es wurde offiziell berichtet, dass das Gold vollständig geborgen worden sei. Die sich bis heute haltenden Gerüchte, wonach nicht alle Schätze geborgen worden seien, tragen wesentlich zum Mythos um das Wrack bei. Übrigens leitet sich der Name des Riffs von der Ladung der Carnatic ab: Abu Nuhas bedeutet „Vater des Kupfers“.
Nach diesem tollen Tag an den Wracks von Abu Nuhas wurde auf der Rückfahrt erst einmal in Ruhe gegessen. Das fantastische Wetter lud dazu sein sich auf dem Oberdeck auszuruhen und von längst versunkenen Schiffen zu träumen ….
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Vardus mit Diana
Diana und ihre Gäste waren heute zuerst bei Shaab Umm Gamar. Die Vardus entliess ihre Taucher ins Wasser und alle waren verblüfft, was sie da sahen. Diana hat schon viele Muränen gesehen aber die riesengroßen freischwimmende Muräne verblüffte sie dann auch. Danach ging es ans Carless Reef mit einer Turtle und auf dem Rückweg gab es noch zehn Delfine.
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