Heute ging es an das berühmte Wrack der Dunraven. Tja, und wenn zwei Tauchguides sich nicht einig sind kommt es schon mal zu einer Unterwasser Diskussion. Doch lest selbst …
Schiffslogbuch Tag 1
Den ersten Tag auf dem Boot. Was soll ich denn erzählen? Ich denke nicht, dass euch interessiert, wie wir frühstücken (obwohl das Essen sehr lecker ist) oder wie wir den Briefings zugehört haben. Fotografiert habe ich das für euch natürlich trotzdem. Bei uns auf den Tagesbooten ist es ähnlich: Die Auswahl der Tauchplätze auf dem Safariboot ist genauso kompliziert wie bei unseren Tagesausflügen. Bei Umm Gamar und Shaab Helua standen schon mehrere Safariboote und eine gesellige Runde ist zwar toll, aber nur wenn man gemeinsam Bier trinkt. Tauchen wollten wir alleine. Deshalb ging es für uns nach Poseidon Garden.

Den ersten Tauchgang macht man immer stationär, da man auch auf der Safari einen Bleicheck machen muß und testen soll, ob die Boje und Ausrüstung funktioniert. Poseidon Garden entspricht seinem Namen. Zuerst in der Entfernung bemerkte ich einen riesigen Roten Giftschwamm. “Hier kann etwas interessantes sein!”, dachte ich mir und ich hatte recht! Die kleinen Korallenwelse betrachteten mich aus ihrem Versteck. In diesem Moment sah ich aus den Augenwinkeln eine sonderbare Bewegung. Was kann es sein? Ein Oktopus. Er war sehr entspannt und ließ sich fotografieren und filmen. Noch ein paar Flossenschläge und nun zeigte Robin irgendwohin ins Blau. Da kam ein Adlerrochen vorbei! Wieder ging es zurück in den flachen Korallengarten voller Tisch-, Stein- und Weichkorallen. Wäre ich eine Schildkröte gewesen, würde ich gerne hier leben. Kaum hatte ich das gedacht sah ich im selben Moment etwas vor mir. Schon wieder ein Adlerrochen! Er war sehr langsam und entspannt, aber ließ uns nicht näher zu kommen. Schön war es!

Kaum aufgetaucht wartete schon leckeres Mittagessen auf dem Tisch. Oh, nein, hier verhungert man nie. Wie Porthos von den “Drei Musketieren” sprach: “Ich habe gerne Spaß, vor allem esse ich gerne!”

Nach dem Essen fuhren wir weiter Richtung Sinai. In der Zwischenzeit wurden unsere Flaschen gefüllt. Das ist ein sehr große Vorteil auf Safaribooten. Man muß nicht seine Ausrüstung immer wieder neu zusammenbauen oder hin und her schleppen! Ist es nicht toll?! Die Flasche mit dem Jacket und dem Lungenautomaten steht immer an derselben Stelle und alles, was man mit der Ausrüstung machen muß, ist das Nitrox nachzuprüfen und die erste Stufe wieder zu befestigen. Toll, nicht wahr?

Wir haben die Überfahrt wirklich genossen. Natürlich hat es ein bisschen gewackelt aber wie kann es sonst auf dem Meer sein? Und wenn man auf einer geräumigen Sonnenliege auf dem Oberdeck des Schiffes liegt, bemerkt man die Wellen überhaupt nicht. Wir sind weniger als eine Stunde vom Ras Mohammed Nationalpark entfernt am Shaab Mahmoud angekommen, wo das berühmte Dunraven Wrack liegt. Den ersten Tauchgang machten wir an dem Wrack.

Hier hatte ich eine lange Diskussion mit einem der Safariguides. 🙂 An der Schraube des Wracks fand ich zwei Langnasen-Büschelbarsche und eine Pyjamaschnecke. Man versteht schon die Prioritäten, nicht wahr? Also, ich zeige Pascal zwei Lanabübas und er zeigt mir, dass das ja egal ist, da darüber eine Schnecke sitzt. Ich zeige ihm, dass die Pyjamaschnecke gar nicht wichtig ist, wenn zwei Lanabübas auf der Weichkoralle sitzen. Er zeigt, dass es trotzdem egal ist, und dann ich zeige es wieder. Oh man, das war schon eine Diskussion! Ganz ehrlich, das ist ja alles egal, weil man die Schnecken, Oktopusse oder Lanabübas auch in Hurghada sehen kann, aber das alte Wrack, die Dunraven, ist schon eine coole Sache! Die Dunraven ist ein Dampfsegler, die 1876 untergegangen ist. Das Wrack ist sowohl innen als auch außen sehr schön mit Weichkorallen bewachsen und ist auch voller Glasfische. Beim Auftauchen besucht man noch ein wunderschönes Riff, an dem es sehr viel zu sehen gibt: Riesen-Muränen, Napoleonfische, Oktopoden, Drachenköpfe und Schwärme von Meerbarben, Falterfische und Masken-Kugelfische.
Nach dem Tauchgang ließ man uns natürlich nicht hungrig bleiben. Das Abendessen ist zwar erst nach dem Nachttauchgang aber die kleine Häppchen findet man immer. Den Nachttauchgang machten wir auch am Shaab Mahmoud. Die Gäste tauchten voller Begeisterung auf: Fledermausfische in einem großen Schwarm, Steinfische, Drachenköpfe, Krebse und Garnelen wurden hier gefunden. Jetzt aber wartet das Dekobier! Ja, richtig, auch auf der Safari knüpfen unsere Gäste an, an diese feste Tradition: ScuBAR und Shaab Stella haben jetzt Konkurrenz an Bord der Blue!
Unsere Tauchlehrerin Natalia begleitet diese Tauchsafari auf der MY Blue und wird uns über ihre Erlebnisse berichten. Vom James und Mac Team ist auch noch Tauchlehrer Robin mit an Bord. Das Rote Meer ist weit und so kann es auch mal sein, dass Natalia keinen Internet Empfang hat. Ihre Berichte liefern wir aber auf jeden Fall nach.


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