Die meisten können es ja: Das gute Benehmen Unterwasser. Doch für diejenigen, die vielleicht manchmal ihre gute Kinder- bzw. Tauchstube an der Oberfläche lassen sind hier noch ein paar Tipps, die das gemeinsame Taucherlebnis noch schöner machen.
Wie es immer so schön heisst: Safety First – das gilt natürlich und vor allem auch im Tauchsport. Bitte liebe Ego Taucher, bleibt doch bei eurem Buddy. Auch wenn ihr selbst in dem festen Glauben seid, dass ihr in einem Notfall auf Kiemenatmung umstellen könnt ist euer Tauchpartner noch nicht so hoch entwickelt und braucht in einem Notfall wirklich eure alternative Luftversorgung und das so schnell wie möglich.
Wir tauchen natürlich auch um uns die fantastische Flora und Fauna in Neptuns Reich anzuschauen. Auch wenn die Neugier noch so brennend ist, was die Gruppe von Tauchern sich da grade anschaut. Es ist verpönt sich zwischen die Gruppe zu drängeln um auch einen Blick auf den Steinfisch zu werfen. Ellenbogen also nicht ausfahren sondern warten (auch wenn es schwer fällt) bis der Blick frei wird auf das Geschöpf unseres Interesses.
Dazu passt auch der nächste Punkt: Unter keinen Umständen wird etwas Unterwasser berührt. Auch wenn der Delfin noch so nahe kommt, lassen wir unsere Finger bei uns. Es könnten sonst Hauterkrankungen übertragen werden und einen Pilz finden auch wir Menschen nicht so toll.
Das Einzige, was wir Unterwasser berühren dürfen ist Müll. Wenn ein Taucher Müll sieht, sollte es selbstverständlich sein, dass dieser mitgenommen wird. Ich habe es damals in meinem Divemaster Kurs so gelernt, dass der letzte Satz eines Briefings immer lauten sollte: „Wir wollen den Tauchplatz sauberer verlassen als wir ihn vorgefunden haben“.
Anfänger haben immer Vorfahrt. Wenn mir Taucher entgegenkommen, die offenbar noch mit dem „Wunder der Tarierung“ zu kämpfen haben ist es doch klar, dass ich ihnen das Wegerecht überlasse. Für die meisten von uns ist es doch ein Leichtes kurz einmal auszuweichen während für Tauchanfänger das Ändern des Kurses und das erneute Anpassen der Tarierung ähnlich schwierig ist wie eine Landung auf einem Flugzeugträger bei Windstärke 10.
Selbst scheinbar erfahrene Fotografen suchen sich gerne Motive aus, bei denen sie sich abstützen müssen. Doch Vorsicht: Der vermeintliche Stein könnte ein Steinfisch sein und dies wäre dann ein doch sehr schmerzhaftes Foto. Genauso ungut wäre es aber, wenn der vermeintliche Stein doch ein Stück Koralle ist, das dann unter dem Gewicht des Unterwasser Knipsers traurig zerbröselt. Die Grundregel lautet: Ein Foto wird entweder frei schwebend gemacht oder kniend auf Sandgrund.
Was fällt euch noch zu dem Thema gutes Benehmen Unterwasser ein?
Bis zur nächsten Kolumne
Farid






Ein Kommentar zu "Gutes Benehmen Unterwasser"