Im Rahmen unserer Wrack Serie, möchte ich euch heute ein weiteres Wrack vorstellen, das von uns regelmäßig angesteuert wird, die Rosalie Moller.
Im Jahre 1910 lief das, zunächst auf den Namen „Francis“ getaufte Frachtschiff, in Glasgow vom Stapel. 1931 kaufte die skandinavische Reederei Moller die 108 Meter lange Francis und so wurde aus ihr die „Rosalie Moller“. Ab 1941 wurde sie für die Kohle-Versorgung der englischen Stützpunkte verwendet.
In der Nacht zum 08. Oktober 1941 lag die Rosalie, die mit einer Ladung Kohlen auf dem Weg von Durban nach Alexandria war, in einer Bucht hinter der Insel Gubal vor Anker, als sie von einem deutschen Bomber des Typs Heinkel He 111 ins Visier genommen und durch 2 Bombentreffer versenkt wurde.
Heute liegt sie aufrecht, relativ gut geschützt, in einer maximalen Tiefe von 53 Metern, auf dem Grund des Roten Meeres. Aufgrund der großen Tiefe bleibt der Besuch der Rosalie ausschließlich erfahrenen Tauchern vorbehalten.
Schon der Abstieg ist spannend, da es im meist etwas trüberen Wasser nur an der Leine in die Tiefe geht, bis sich so langsam die Konturen des Wracks herausschälen. Bei ca. 30 Metern gelangt man zu den Deckaufbauten und bei 35 Metern erreicht man das Oberdeck. Dort startet man dann die Erkundungstour über die Decks und die Aufbauten. Von den Mannschaftsräumen über die Kombüse und die Brücke ist noch alles sehr gut erhalten. Auch die Werkstatt ist tadellos in Ordnung. Dort steht sogar noch ein Ölkännchen auf der Werkbank, neben einem Schraubstock, so als wäre sie eben erst verlassen worden. Zu den weiteren Highlights gehört das Offiziers Badezimmer mit seiner Badewanne, der große Schornstein mit dem „M“ der Reederei sowie der Bug mit der großen Ankerwinde. Dann wird es auch schon knapp mit der Nullzeit und es wird Zeit für den Aufstieg.
Na, ist Euer Interesse geweckt?
Bis zum nächsten Mal,
Euer Blue Brother, Dirk






2 Kommentare zu "Das Wrack Rosalie Moller"
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