Die Situation ist weiterhin sehr unklar was die neue „Riffsteuer” angeht. Die am Sonntagabend zuerst als „Sieg” gefeierte Lösung, noch in der Nacht die Fahrgenehmigungen für die Schiffe, ohne die Kopplung an die neue Steuer, zu erlassen, führte zu einer Euphorie. Diese war aber, bei genauerer Betrachtung und vor allem richtiger Übersetzung, offenbar verfrüht.
Was war passiert: Der Gouverneur hat lediglich die zum 28.12.19 geltende Regelung, nach 2 Streiktagen, um (nur!) weitere zwei Tage ausgesetzt, bis einschließlich 31.12.19. Wer ab morgen, Neujahr, zum Tauchen rausfahren möchte, muss die neue Steuer, ohne Abmilderung, bezahlen. So der Stand der Dinge, heute am Sylvestermorgen.
Alles hängt nun an dem Treffen der zuständigen Ministerin, mit Vertretern weiterer Regierungsorganisationen und auch der Vertretung durch die Tauch- und Schnorchelanbieter (CDWS) ab. Dieses Meeting ist aber erst heute Abend, laut unseren Informationen um 19 Uhr, geplant. Was also machen wir morgen??? Unser Entscheid ist, dass wir – im Moment – nur Hausrifftauchgänge für Neujahr planen und die Basis im Blue Water Dive Resort daher um 10 Uhr öffnen. Somit haben die Gäste die Möglichkeit sich für einen oder zwei Hausrifftauchgänge anzumelden. Die frühen Hausrifftauchgänge sind ohne Guide, einen geguideten Tauchgang gibt es um 11:30 Uhr. Bei James & Mac bieten wir ebenfalls nur Tauchgänge am Hausriff im BWDR an und organisieren einen Bustransfer.
Sollte sich heute Nacht nichts bewegen, werden wir unsere Gäste an Neujahr über die neuen Gebühren informieren. Für den Fall das Bewegung in die Sache kommt und es eine Lösung gibt, die uns erlaubt mit dem Schiff, ohne neue Kosten, rauszufahren, werden wir das, sofern möglich und gewünscht, gleich auch noch für den 01.01. umsetzten und alternativ zum Hausriff, noch eine Tauchausfahrt an Neujahr, Halbtags, ab 12 Uhr, anbieten.
Es wird Zeit das diese sinnlose Unsicherheit vom Tisch geräumt wird und wir wieder zu einem normalen Tauchbetrieb zurückkehren können. Wie kann man als Umweltministerin Tauchgebiete, die es seit Jahrzenten ohne besondere Graduierung gibt, plötzlich in einen Nationalpark verwandeln? Hier scheint man sich von der Realität zu entfernen. Ein Tauchplatz wie Ras Mohamed, ein echter Naturpark, der auch verdient so benannt zu werden, kann doch nicht mit der großen und kleinen Giftuninsel vor Hurghada auf eine Stufe gestellt werden?
Wenn man sich das Ganze so durch den Kopf gehen lässt, wird man die Vermutung nicht los, dass all diese Gebühren gar nichts mit einem echten Nationalpark zu tun haben, sondern eher nur zur Staatsfinanzierung dienen sollen.
Fotonachweis: Shutterstock 667963834





4 Kommentare zu "Gebührenerhöhung: Weiterhin unklare Situation"