Der Bleicheck

Bleigurt

Um genussvoll tauchen zu können, wollen wir mit der richtigen Bleimenge unterwegs sein. Da diese von unterschiedlichen Faktoren abhängt, z.B. der Dicke des Neoprenanzugs, Flaschengröße und Material (Alu, Stahl, 12 l, 15 l usw.), Salz- oder Süßwasser und sonstigen zusätzlichen Ausrüstungsgegenständen wie Eisweste oder Neoprenunterzieher sollte immer ein Bleicheck durchgeführt werden.

Aber wie checkt man seine Bleimenge richtig? Im normal eingeatmeten Zustand sollte man mit leerem Jacket die Wasseroberfläche auf Augenhöhe haben und nicht gleich absinken. Erst nachdem wir bewusst ausgeatmet haben, darf es langsam abwärts gehen. Ich betone „langsam“, eure Trommelfelle werdens euch danken.

Zu Beginn unseres Eingewöhnungstauchgangs rate ich meinen Tauchern immer, die Bootsleiter als Hilfestellung zu benutzen. Man kann in einem ersten Schritt das Jacket komplett leeren, dann als zweiten Schritt für eine senkrechte Körperhaltung sorgen und als dritten Schritt tief ausatmen. Dabei hält man die Leiter locker fest und kann selbst kontrollieren ob man bis zur letzten Stufe langsam absinkt. Wenn nicht, kann man sich bequem Blei nachreichen lassen oder wieder welches abgeben.

Einen zweiten Bleicheck führen wir am Ende des Tauchgangs in 5 Meter Wassertiefe durch. Wir sollten mit 50 bar Restdruck und leerem Jacket schweben können. Gelingt das nicht weil wir wieder absinken, sind wir überbleit. Wenn wir auftreiben, wars wohl zu wenig Blei. Auch während des Tauchurlaubs kann man immer mal wieder seine Bleimenge überprüfen. Nicht selten reduziert sich diese nach ein paar Tauchgängen nochmal um bis zu 2 kg. Überbleit tauchen macht keinen Spass und ganz ungefährlich ist es auch nicht. Wir helfen euch gerne die richtige Bleimenge zu ermitteln.

Bis nächsten Mittwoch,

euer Maxl

Giftun Insel

5 Kommentare zu "Der Bleicheck"

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