„Tauchen macht blöd und gleichgültig“ – dieser Spruch ist in Taucherkreisen durchaus gängig. Ich weiß nicht woher dieser Ausspruch kommt. Ich weiß nur, dass ein Stückchen Wahrheit darin steckt.
Wir haben gelernt, dass Urteilskraft und Denkvermögen in ca. 25-30 m Tiefe spürbar nachlassen.Der ein oder andere kann sicher seine ganz eigene Geschichte dazu erzählen. Allgemein wird dieser Zustand als „Tiefenrausch“ bezeichnet.
Was viele Sporttaucher allerdings nicht registrieren, ist die Tatsache, dass unser Verstand nicht erst in größeren Tiefen eingeschränkt arbeitet. Sobald wir den Kopf unter Wasser stecken gehts los. Unter Wasser erfährt unser Gehirn eine große Reizüberflutung die nur schwer einzuordnen ist. Die waagrechte Lage in einem dreidimensionalen Raum ist für unser Gehirn völlig unlogisch und selbst Augen und Ohren kann man unter Wasser nicht trauen. Ihr wisst schon, sooooooooo groß war der Fisch.
Unsere Sinneswahrnehmungen werden über Nervenbahnen zum Gehirn geleitet. Bei der Vielzahl von neuen Eindrücken und Farben kann es da schon mal zu einem „Stau“ kommen und wir denken viel langsamer und manchmal auch komplizierter. Es gibt nirgends so viele Missverständnisse wie Unterwasser.
Welche „Missverständnisse“ habt ihr schon beim Tauchen erlebt???
Bis nächste Woche, euer Maxl






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