Die Caisson-Krankheit

Taucher-Krankheit

Die Caisson-Krankheit verdankt ihren Namen Arbeitern, die in Senkkästen (sog. Caissons) Unterwasserarbeiten ausführten.

Die damals rätselhaften Symptome dieser „Krankheit“ sind heute längst geklärt. Das Wissen zur Vermeidung einer Dekompressionkrankheit sollte zum absoluten Grundwissen für jeden Taucher gehören.

Ursache für eine „Deko“ ist der Stickstoff. Er wird beim Tauchen physikalisch gelöst und über den Blutkreislauf an verschiedene Gewebe abgegeben. Die Menge ist abhängig von Tauchtiefe und Tauchzeit.

Um einen Dekompressionsunfall zu vermeiden, zeigen Tauchcomputer und Tauchtabellen dem Sporttaucher die sogenannte „Nullzeit“ an. Das ist die maximale Aufenthaltsdauer in den verschiedenen Tiefen, die beim Auftauchen gerade noch keine Austauchpausen (Deko-Stopps) erforderlich macht.

Es ist eine der wichtigsten Aufgaben des Tauchers, diese Zeit aufmerksam zu kontrollieren und seinem Buddy oder Tauchguide zu informieren, wenn die Nullzeit zu Ende geht. Dann wird zusammen langsam aufgetaucht und ein Sicherheitsstopp in 5 m/3 min durchgeführt. Zu schnelles Auftauchen oder das Nichteinhalten von Deko-Stopps können zu einem Dekompressionsunfall führen. Also immer schön „ein Auge auf die Nullzeit werfen“ und rechtzeitig Bescheid sagen.

Übrigens mit Nitrox lassen sich die Nullzeiten verlängern oder die Stickstoffmenge in den Geweben reduzieren. Beides kann zur Erhöhung der Tauchsicherheit beitragen. Weitere Infos zum Nitrox Tauchen findet ihr hier.

In diesem Sinne,

euer Maxl

Giftun Insel

Ein Kommentar zu "Die Caisson-Krankheit"

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