Was kann man tun, wenn Drückerfische schlecht gelaunt sind? Gestern haben wir in unserem Flaschenposting von einem schlecht gelaunten Drückerfisch berichtet. Das stimmt natürlich nicht ganz. Wenn einem ein Drückerfisch auf die (Taucher-) Pelle rückt, steckt da meist etwas anderes dahinter. Es geht dann zumeist um das Beschützen des Nestes. Denn wenn Drücker ihr Nest beschützen, können sie recht aufdringlich werden. Die meiste Zeit des Jahres sind die Fische absolut harmlos. Aber wenn es um ihren Nachwuchs geht, dann verstehen sie keinen Spass. Der gestrige Drücker war etwas früh dran, denn eigentlich ist die Nistzeit im Juli und August.
Doch was kann man tun? Nistende Drücker sind meist zu zweit. Während der eine Nestpflege betreibt, hält der andere Wache. Das Nest ist eine Mulde im Sand, in der ein paar Steine oder Gerölll liegt. An diesen Steinen kleben die Eier, also der Nachwuchs. Nähert man sich einem Nest schwimmt der Bewacher häufig erst einmal Scheinangriffe. Mit grosser Geschwindigkeit schiesst er auf den Eindringling zu. Wenn man doch mal gezwickt wird, kommt es zu einem blauen Fleck. Vereinzelt kam es sogar schon zu Bissverletzungen durch Drückerfische. Um zu wissen, wie man ausweichen kann, muss man das Revier des Drückers kennen. Es befindet sich trichterförmig über dem Nest und geht in Richtung Oberfläche auseinander. Nach Oben ausweichen nützt also nichts! Man sollte den Bereich des Nestes also weiträumig seitlich umtauchen.
Hattet ihr auch schon eine Erfahrung mit einem schlecht gelaunten Drückerfisch?
Foto: Ute Walz





3 Kommentare zu "Schlecht gelaunte Drückerfische vor Hurghada"